stabraum
Thema des „Stabraums“ ist die Modulation von Raumkanten und
Raumformen von der klar definierten, ruhigen, einfachen quaderförmigen
Struktur zur nicht mehr eindeutig festgelegten, dynamischen chaotischen
Form der „Raumwolke“ und deren Auswirkungen auf die Wahrnehmung.
Untersucht werden sollte die sich verändernde subjektive Wahrnehmung
der Betrachter dieser unterschiedlichen Raumformen in ihrem Verhältnis
von Offenheit, Innen- Außenbezug, Ruhe und Dynamik, Lichtmodulation
und Komplexität.
Die Abfolge von unterschiedlichen Räumen sollte als kontinuierliche
Veränderung dargestellt und mittels eines einzigen Bauelements (Holzstab
mit Querschnitt 40/80mm) realisiert werden. Die Reduktion auf ein einziges
Bauelement ohne sichtbare Fügungsmittel verstärkt den räumlichen
Eindruck eines Raumkontinuums enorm.
Der Grad der räumlichen Komplexität steigert sich in vier Schritten.
Besonderer Wert wurde dabei auf die jeweiligen Übergänge von einer
Raumform in die andere gelegt. Zunächst betritt man den Stabraum als
klar definierte quaderförmige Röhre aus der sich dann zunächst
die Seitenwände „herausklappen“, dies wird gesteigert durch
das „Auffalten“ des Bodens und der Decke zu einem „schiefen
Raum“.
Durch weiteres Herausdrehen der Stäbe in die Horizontale wird es ermöglicht,
einen dreidimensional verformten Innen/ Außenraum zu generieren, der
sich dann am Ende in einer „chaotischen Raumwolke“ auflöst.
Das Begehen und Erleben des modulierten Raumkontinuums hat aber zwei Seiten
der Erkenntnis, und nur in der Zusammenschau der beiden Erfahrungsorte (Innen
und Außen) kann das Verhältnis der Be/ Entgrenzung erfahren werden.
Bauherr und Initiator : Prof. Dipl. Ing. Matthias Loebermann , FH Biberach
Realisierung : 6 Studenten der FH Biberach (M. Epp, S. Ehrlacher,
D. Jäger, T. Maier, E. Pateman, B. Schmid)
Standort : wechselnd, Biberach a.d.Riß, Friedrichshafen, etc
Baujahr : 2003
Finanzierung : Diverse Sponsoren

